Newsletter | Juli

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der BVV Lichtenberg

 
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Hallo,
 

morgen findet die letzte BVV vor der Sommerpause statt, in der Aula der Max-Taut-Schule. Obwohl sich die Atmosphäre dort durchaus aufheizen kann, können wir auf einen halbwegs wohltemperierten Raum hoffen. Doch auch wenn die Temperaturen in dieser Woche moderat sind, die Auswirkungen der Klimaveränderungen werden immer deutlicher. Wir wollen deshalb in unserer Großen Anfrage wissen: Wie läuft es mit Hitzeschutz und Klimaanpassung in Lichtenberg?

Wer sich über wärmere Temperaturen freut, ist die Raupe des Eichenprozessionsspinners. Nachdem sie sich in diesem Jahr in Berlin zur Plage entwickelt hat, sagen wir: Der Senat muss Bezirke jetzt beim Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner unterstützen! Es braucht nicht nur jetzt die Entfernung der Raupen, es braucht auch wirksame Präventionsmaßnahmen, damit wir im kommendem Jahr nicht wieder vor dem gleichen Poblem stehen.

Was Lichtenberg aktuell sicher nicht braucht: Neue Büros. Gut acht Prozent der Büroflächen stehen in der Stadt aktuell leer, und neue Arbeitsformen wie Co-Working oder Homeoffice verstärken diesen Trend. Was Lichtenberg aber (so wie ganz Berlin) absolut braucht: Mehr Wohnraum. Wir fordern deshalb: Kein neues Planungsrecht für Büro-Komplexe - Leerstehende Büros zu Wohnungen umbauen! In DREI FRAGEN AN führen unsere Sprecher*innen für Stadtentwicklung, Daniela Ehlers und Robert Pohle, diese Forderung aus.

Die Frage, wie wir den vorhandenen Raum in unserer Stadt nutzen, beschäftigt uns auch im Fall des Jugendclubs „Linse“. Bereits 2023 musste die Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) schließen, da sich das Gebäude auf dem Gelände des Theaters an der Parkaue befindet, in dem nach wie vor gebaut wird. Ein BVV-Beschluss hatte das Bezirksamt eigentlich schon 2024 aufgefordert, sich gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, dass das Gebäude saniert und im Anschluss an die Bauarbeiten wieder als JFE genutzt werden kann. Außerdem sollte regelmäßig ein runder Tisch stattfinden. Beides ist bisher nicht passiert, also haben wir (mal wieder) nachgefragt. Die zuständige Stadträtin Camilla Schuler will jetzt wenigstens einen Zwischenbericht nachreichen.

Ein weiterer Ort, den wir für nachbarschaftliches Zusammenkommen erhalten wollen, ist der Kiosk auf dem Tuchollaplatz. Nachdem der Betreiber den Kiosk aus Altersgründen geschlossen hat, fordert unser Antrag, hier eine neue Nutzung zu finden, die Ideen aus der Nachbarschaft aufnimmt und den Ort für vielfältige Angebote sichert.

Wenn Menschen zusammenkommen, ist es wichtig, dass sich alle sicher fühlen können. Unser Antrag „Veranstaltungen des Bezirksamtes für alle sicherer machen“ fordert, dass das Bezirksamt auf seinen Veranstaltungen geschulte Ansprechpersonen benennt, an die sich Menschen wenden können, die sich auf Grund von sexistischem, rassistischem, antisemitischem oder in anderer Form diskriminierendem Verhalten unwohl fühlen. Außerdem fordern wir gemeinsam mit den Fraktionen von Linken und SPD, dass das Bezirksamt die eingestellten Mittel von 100.000 Euro für das Frauenzentrum für FLINTA* aus dem aktuellen Haushaltsjahr ins nächste überträgt, sollten diese bis dahin nicht verwendet werden. Es ist entscheidend, dass das Beratungszentrum, wie von der BVV beschlossen, in Lichtenberg endlich umgesetzt wird!

Sehr wohl gefühlt haben wir uns in den letzten Wochen auf verschiedenen Veranstaltungen im Bezirk, Einblicke gibt es unter „Fraktion vor Ort“. Wir freuen uns, wenn wir uns auch in den nächsten Wochen über den Weg laufen!

Beste Grüße & auf bald

eure bündnisgrüne Fraktion

 
 
 
 
 
 
AKTUELLE ANTRÄGE
 
 
Foto vom geschlossenen Kiosk auf dem Tuchollaplatz
 
Kiosk für die Nachbarschaft
 
Das Bezirksamt soll für den ehemaligen Kiosk am Tuchollaplatz eine neue, nachbarschaftsorientierte Nutzung ermöglichen. Initiativen aus dem Kiez sollen dabei unbürokratisch unterstützt werden, um den Standort wieder als lebendigen Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten zu etablieren.
 
 
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Foto eines Betts in einem Büro
 

Büros zu Wohnraum

 
Das Bezirksamt soll vorerst kein neues Planungsrecht für den Neubau von Bürokomplexen oder Bürohochhäusern schaffen, solange hoher Leerstand besteht und der Bedarf ungeklärt ist. Stattdessen sollen bestehende Büroflächen zu Wohnraum umgenutzt und Wohnungsbau gefördert werden.
 
 
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Foto von Eichenprozessionsspinnern
 
Senatshilfe gegen Eichenprozessionsspinner
 
Unser Antrag fordert zusätzliche Mittel für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, die Einstufung als Gesundheitsproblem sowie ein finanziertes berlinweites Präventionskonzept. Ziel ist der bessere Schutz von Bevölkerung, insbesondere Kindern, vor gesundheitlichen Risiken
 
 
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Plakat mit dem Text: "Wo bleibt das Frauenzentrum"
 
100.000€ nicht verfallen lassen!
 
Sollten die für dieses Jahr eingestellten 100.000 Euro für das geplante Frauenzentrum für FLINTA* in Lichtenberg nicht verwendet werden, sollen sie ins nächste Jahr übertragen werden. So stünden 2027 insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung, um das Projekt trotz möglicher Verzögerungen vollständig umsetzen zu können.
 
 
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Text: Sicherheit für alle bei Veranstaltungen des Bezirksamts
 

Geschulte Ansprechpersonen auf Veranstaltungen

 
Das Bezirksamt soll bei Veranstaltungen geschulte Ansprechpersonen für Betroffene von Diskriminierung benennen und sichtbar machen. Ziel ist es, diskriminierendes Verhalten zu adressieren, Betroffene zu unterstützen und durch Sensibilisierung ein respektvolles, sicheres Umfeld für alle zu schaffen.
 
 
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LEERSTEHENDE BÜROS ZU WOHNRAUM
 
 
DREI FRAGEN AN unsere Sprecher*innen für Stadtentwicklung, Daniela Ehlers und Robert Pohle
 

Robert, warum fordert ihr, vorerst kein neues Planungsrecht für Bürokomplexe und Bürohochhäuser im Bezirk zu schaffen?

Wir sehen derzeit keinen Bedarf für weitere Bürogroßprojekte. Nach aktuellen Zahlen stehen bereits 8,3 Prozent der Büroflächen in Berlin leer. Und trotz dieses Leerstands gibt es im Bezirk neue Planungen, unter anderem für die Grundstücke am Blockdammweg oder an der Hauptstraße. Diese Planungen sind wohnungs- und klimapolitisch absolut unvernünftig. Außerdem verändern Homeoffice und Co-Working die Nachfrage nach klassischen Büroflächen. 
Solange keine belastbare Bedarfsanalyse vorliegt und weiterhin erhebliche Leerstände bestehen, ist es nicht sinnvoll, zusätzliche Bürokomplexe zu planen. Stattdessen sollten Vorhabenträger, da, wo es möglich ist, dabei unterstützt werden, ihre Projekte beispielsweise zugunsten des sozialen Wohnungsbaus umzuwidmen.

Warum setzt ihr auf den Umbau bestehender Bürogebäude statt auf Neubauten?

Der Umbau bestehender Gebäude ist sowohl klimapolitisch als auch wohnungspolitisch der sinnvollere Weg. Die Bauwirtschaft verursacht erhebliche CO₂-Emissionen und jeder Neubau verbraucht wertvolle Ressourcen. Deshalb gilt: Umbau statt Abriss und Neubau. Die Umnutzung leerstehender Büro- und Gewerbeflächen schafft nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sie schont auch das Klima und nutzt bereits vorhandene Gebäude effizient. Beispiele wie das Hausprojekt Magda zeigen, dass solche Umnutzungen wirtschaftlich tragfähig und sozial sinnvoll sind. 
Sie finden auch Rückhalt in der Bevölkerung. Eine Anwohnerin der Rummelsburger Bucht wies auf den riesigen Leerstand an der Hauptstraße, u. a. im Projekt Axis Offices, hin. Sie schrieb an alle BVV-Fraktionen u. a.: „Ich halte es für schwer vermittelbar, dass in einer Krise des Wohnungsmarktes moderne Neubauten ungenutzt bleiben.“

Daniela, welche konkreten Maßnahmen schlagt ihr jetzt vor, um in Lichtenberg Wohnungen aus leerstehenden Büros zu schaffen?

In unserem Antrag "Kein neues Planungsrecht für Büro-Komplexe - Leerstehende Büros zu Wohnungen umbauen" fordern wir das Bezirksamt auf, sich gegenüber der zuständigen Senatsverwaltung dafür einzusetzen, den Umbau leerstehender Büroflächen zu Wohnungen bauordnungsrechtlich zu erleichtern. Außerdem soll geprüft werden, ob ein Landesförderprogramm für solche Umnutzungen aufgelegt werden kann. 
Der Bund hat mit dem Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ bereits einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Unser Ziel ist es, der Fehlplanung von reinen Gewerbestandorten entgegenwirken. Dafür setzen wir auf Umplanung, Umnutzung und ein Moratorium für neues Planungsrecht für reine Büroimmobilien. 

 
 
 
 
 
 
FRAKTION VOR ORT
 
 
Bild bei Jugend.Wort.Stark 2026
 
Jugend-BVV 2026
 
Philipp Ahrens war vor Ort bei der Jugend.Wort.Stark, der Lichtenberger Jugend-BVV.
Er sagt, "Jugendliche müssen oft ganz schön viel aushalten. Bei der Jugend-BVV sind Jugendliche produktiv mit ihren Ideen für eine bessere Zukunft umgegangen. Das hat Spaß gemacht und ist wichtig für unsere Demokratie."
 
 
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Gruppenbild mit der Progress-Pride-Flagge
 
5. Queere Kunst- und Kulturtage
 
Zur Eröffnung haben wir vor dem Rathaus die Progress-Pride-Flagge gehisst: Die fünften Queeren Kunst- und Kulturtage in Lichtenberg standen an! Trotz Hitzewelle konnte das Fest - in enger Absprache mit Polizei und Feuerwehr - im Stadtpark Lichtenberg stattfinden. Es wurde “nass, bunt und fröhlich!”. 
 
 
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Filiz auf dem Spielplatz
 
Spielplatzeröffnung Rüdigerstraße/Gudrunstraße
 
Filiz Keküllüoğlu‬ und Philipp Ahrens waren auf dem neuen Spielplatz in der Rüdigerstr./Gudrunstr. Vor Ort wurde die Lärmschutzwand verschönert und auch die Trampolins konnten ausprobiert werden. Bei der technischen Abnahme wurde jedoch noch ein Fehler gefunden. Zum Glück, denn der Spielplatz soll ja auch sicher sein!
 
 
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Panoramafoto
 
Spaziergang mit den Omas gegen Rechts
 
Philipp Ahrens war mit den Omas gegen Rechts durch die Frankfurter Allee Süd unterwegs.Viele Straßen in der Nachbarschaft sind nach Widerstandskämpfern der Roten Kapelle benannt, auf dem Spaziergang wurde zu deren Biografien informiert. Philipp sagt, "Danke an die Omas, die so viel Einsatz für Erinnerungskultur und unsere Demokratie zeigen."
 
 
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NEU EINGEBRACHTE ANFRAGEN
 
 
 
 
 
 
 
BEANTORTETE ANFRAGEN
 
 
 
 
 
 
 
 
Anregungen? Kritik? Dir fehlt etwas im Newsletter? Dann schreib uns gerne eine E-Mail. Gerne kommen wir auch persönlich mit dir ins Gespräch und nehmen dein Anliegen für unsere bezirkspolitische Arbeit auf. Einen Termin mit uns kannst du über unser Fraktionsbüro vereinbaren.
 
 
 
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Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Möllendorffstr. 6
10367 Berlin
030 90296 3161
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gruene-fraktion-lichtenberg.de
V.i.S.d.P. Philipp Ahrens

Redaktion: Leandra Müller-Wolf

 
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Gruppenbild: Sascha Bachmann